Philosophisch-ethische Rezensionen
(Erscheinungsdatum der rezensierten Bücher: 20. und 21. Jahrhundert)

Noam Chomsky über die Grenzen menschlichen Denkens

Chomsky betont, dass wir biologische Organismen und keine Engel sind. Darum könnte vieles, was wir zu verstehen suchen einfach auch außerhalb unseres Verständnishorizontes liegen. Dies ist für ihn nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern auch ein großes Glück. Denn weil unsere Intelligenz Grenzen hat, hat sie auch Struktur und Reichweite. Für manche Probleme fehlen uns, so Chomsky, einfach die konzeptuellen Werkzeuge, so etwa wie Ratten sich auch in einem Primzahlenlabyrinth nicht zurechtfinden. Als eines der Geheimnisse, die für menschliche Intelligenz undurchdringlich ist, vermutet er in der kreativen Verwendung der Sprache, die wir auch heute noch nicht einmal ansatzweise zu erklären vermögen.

Jürgen Czogalla, 04.12.2016