Philosophisch-ethische Rezensionen
(Erscheinungsdatum der rezensierten Bücher: 20. und 21. Jahrhundert)

John Dewey, Erfahrung als Ergebnis des Experimentierens

Im Gebrauch der Dinge erfahren Kinder etwas über sie, indem sie die Konsequenzen beobachten, die von ihrer Verwendung herrühren. Gelernt werden Zusammenhänge. Indem Kinder handelnd mit Dingen probieren, erfahren sie, was mit ihnen getan werden kann. Das, was Erfahrung für Dewey eigentlich ausmacht, ist die Verbindung zwischen dem, was Dinge uns gegenüber tun, indem sie unser Handeln beeinflussen (sie können fördern, hemmen oder z.B. unterbrechen) und dem was wir ihnen gegenüber tun können um neue Veränderungen zu bewirken. Erfahrung wird dann nicht mehr nur empirisch, sondern experimentell. Das, was wir erfahren, muss immer wieder an der Wirklichkeit nachgeprüft werden. Denken ist dann nicht mehr weltfremd, sondern bedeutet die Gesamtheit der Mittel, durch die Handeln sinnvoll gemacht werden kann.

Jürgen Czogalla, 01.10.2017