Philosophisch-ethische Rezensionen
(Erscheinungsdatum der rezensierten Bücher: 20. und 21. Jahrhundert)

Daniel M. Haybron, Was ein gutes Leben ausmacht

Für Haybron ist ein gutes Leben ein gut gelebtes Leben und ein Leben, das es wirklich wert ist, gelebt zu werden. Der Autor fragt sich, was für eine Liste man einem Freund in die Hand geben würde, der versucht darüber zu entscheiden, wie man eigentlich leben soll. Und eine solche Liste gibt er dann an seine Leser weiter. Er rät Verbindung zu Menschen und zu Dingen zu halten und zu vertiefen, auf die es ankommt. Er stellt hier fest, dass wenn das Verfolgen rein materialistischer Ziele, die eigene Fähigkeit mit dem eigentlich Wichtigen Beziehungen einzugehen, ernsthaft in Mitleidenschaft zieht, man etwas falsch macht. Zum Aufbau von Beziehungen wichtig nennt er dann noch, dass man sich auch einmal entspannen muss. Dazu gehört das gelassene und fröhliche Zusammensein mit lieben Menschen. Außerdem ermöglicht Entspannen in der Sicht der Dinge nicht die Verhältnismäßigkeit aus den Augen zu lassen. Als weiteren Hinweis nennt er, dass man Schulden vermeiden sollte, denn sie bedeuten Unfreiheit. Außerdem gibt er noch den Rat, Ausgleich herzustellen. Das bedeutet für ihn sich beim letzten Atemzug sagen zu können, dass man sich den Zugang zu den wirklich wichtigen Dingen bewahrt hat und nicht bereuen muss, wie man andere in seinem Leben behandelt hat. Wo wir Fehler machen, sollten wir uns daher um Wiedergutmachung bemühen.

Jürgen Czogalla, 25.12.2016