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Philosophisch-ethische Rezensionen
(Erscheinungsdatum der rezensierten Bücher: 20. und 21. Jahrhundert)

Der philosophische Werkzeugkasten von Philipp Hübl

Philipp Hübl will mit seinem philosophischen Werkzeugkasten empirische Forschung begleiten und genau prüfen, ob deren Argumente und Methoden wirklich hieb- und stichfest sind. Das tut er indem er sich an sieben kritischen Fragen orientiert:

1. Was ist damit gemeint?

Bei einer Untersuchung verwendete zentrale Begrifflichkeiten müssen klar und deutlich definiert sein, damit auch wirklich eindeutig ist, um was es wirklich geht und es keine Begriffs- und Verständlichkeitsverwirrungen gibt, die zu falschen Schlussfolgerungen führen.

2. Was wird untersucht?

Diese Frage hilft dabei, aus Daten von gemachten empirischen Versuchen keine Schlüsse zu ziehen, die aus den Daten nicht hervorgehen, weil sie in unzulässiger Weise zu weit interpretiert werden. Es soll bei der Bewertung sichergestellt sein, dass sie genaue Verbindung zum Datenbezug hält.

3. Was hängt womit zusammen?

Hier geht es darum aus den Daten die Verursachungen und Mechanismen herauszulesen, die aus ihnen hervorgehen.

4. Gibt es Versuche, die die Theorie belegen?

Hier geht es darum, empirische Nachweise für eine ganze Theorie ausfindig zu machen. Welche empirischen Versuche stützen also eine bestimmte Theorie und was spricht dagegen? Für eine Bestätigung müssen Hinweise aus vielen Versuchen auf dasselbe hinauslaufen.

5. Was zeigt das Experiment?

Hier geht es darum, die richtigen Schlussfolgerungen aus empirischen Experimenten zu ziehen.

6. Ist das Ergebnis auf andere Bereiche übertragbar?

Diese Frage leitet an, die Ergebnisse bestimmter Experimente auf andere Bereiche zu übertragen und sie also zu verallgemeinern. Es geht hier z. B. um eine Übertragung auf unser alltägliches Leben.

7. Ist die These neu?

Mit dieser letzten Frage wird schließlich noch die Originalität einer wissenschaftlichen These überprüft.

Jürgen Czogalla

16.11.2015