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Philosophisch-ethische Rezensionen
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Barbara Bleischs, Kirsten Meyers, Stefan Riedeners, Dominic Rosers, Christian Seidls Antwort auf die Phrase „Im Alleingang kann ich ohnehin nichts bewirken“Die Autoren bescheinigen dieser Phrase, dass sie auf den wichtigen Punkt
hindeutet, dass die Klimakrise ein kollektives Problem ist. Aber das bedeutet nicht, dass Individuen keine Verantwortung
haben. Dass individuelle Emissionen nichts bewirken stimmt natürlich nicht, sondern jede zusätzliche Tonne CO2 zählt.
Außerdem sind unsere Handlungsmöglichkeiten nicht nur auf unseren individuellen Lebensstil beschränkt, denn wir können
auch zu kollektiven Handlungen beitragen. Wir sollten uns also auch politisch dafür einsetzen geeignete Maßnahmen für
den Klimaschutz zu etablieren. Wir sollten außerdem einen zu ressourcenintensiven Lebensstil aufgrund von Gerechtigkeitsüberlegungen
korrigieren. Denn wenn alle so leben würden, wären wir hoffnungslos verloren. Außerdem erfahren wir uns selbst, wenn
wir uns aktiv für den Klimaschutz engagieren, als selbstwirksam und setzen so der Hilflosigkeit etwas entgegen. Die Autoren
bringen dann als Beispiel die Steuern: Niemand folgert, man müsse keine Steuern zahlen, weil man den Staatshaushalt
sowieso nicht alleine stemmen kann, sondern es ist eine Sache der Fairness keine Steuern zu hinterziehen. Darum ist für
die Autoren diese Phrase kein Ausdruck von Souveränität,sondern oft nur eine billige Ausrede.
15.03.2026 |