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Philosophisch-ethische Rezensionen
(Erscheinungsdatum der rezensierten Bücher: 20. und 21. Jahrhundert)

Barbara Bleischs, Kirsten Meyers, Stefan Riedeners, Dominic Rosers, Christian Seidls Antwort auf die Phrase „Im Alleingang kann ich ohnehin nichts bewirken“

Die Autoren bescheinigen dieser Phrase, dass sie auf den wichtigen Punkt hindeutet, dass die Klimakrise ein kollektives Problem ist. Aber das bedeutet nicht, dass Individuen keine Verantwortung haben. Dass individuelle Emissionen nichts bewirken stimmt natürlich nicht, sondern jede zusätzliche Tonne CO2 zählt. Außerdem sind unsere Handlungsmöglichkeiten nicht nur auf unseren individuellen Lebensstil beschränkt, denn wir können auch zu kollektiven Handlungen beitragen. Wir sollten uns also auch politisch dafür einsetzen geeignete Maßnahmen für den Klimaschutz zu etablieren. Wir sollten außerdem einen zu ressourcenintensiven Lebensstil aufgrund von Gerechtigkeitsüberlegungen korrigieren. Denn wenn alle so leben würden, wären wir hoffnungslos verloren. Außerdem erfahren wir uns selbst, wenn wir uns aktiv für den Klimaschutz engagieren, als selbstwirksam und setzen so der Hilflosigkeit etwas entgegen. Die Autoren bringen dann als Beispiel die Steuern: Niemand folgert, man müsse keine Steuern zahlen, weil man den Staatshaushalt sowieso nicht alleine stemmen kann, sondern es ist eine Sache der Fairness keine Steuern zu hinterziehen. Darum ist für die Autoren diese Phrase kein Ausdruck von Souveränität,sondern oft nur eine billige Ausrede.

Jürgen Czogalla

15.03.2026